Steuerstreit mit dem Finanzamt, dem Zoll oder den Finanzgerichten

In einen Steuerstreit mit den Finanzbehörden geraten Steuerpflichtige oft schneller als ihnen lieb ist. Dabei lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Finanzamt, dem Zoll oder den Finanzgerichten für den Steuerzahler in vielen Fällen.

Im Schnitt sind zwei von drei Einsprüchen ganz oder teilweise erfolgreich. Selbst wenn ein Steuerstreit von einem Finanzgericht geklärt werden muss, profitiert noch rund die Hälfte aller Kläger. Der schlechte Ruf des Steuerstreits gründet daher wohl weniger in seinen – rational betrachtet – offensichtlichen Chancen, sondern in den mit ihm verbundenen Ängsten und unangenehmen Gefühlen.

Wer einen Streit beginnt, wird allgemein als Aggressor gesehen, der sich im Unrecht befindet. Die erste Frage, die sich in einer Streitsituation stellt, ist häufig: „Wer hat angefangen?“ Auf den ersten Blick scheint es stets der Streitverursacher zu sein. Viele Menschen gehen daher einem Streit aus dem Weg, weil sie diesen Makel fürchten.

Diese Befürchtungen sollten jedoch nicht dazu führen, dass ungerechtfertigte Steuern gezahlt und rechtswidrige Entscheidungen des Finanzamts hingenommen werden. Zwar wird der Steuerpflichtige im Steuerstreitverfahren als „Einspruchsführer“ oder „Kläger“ und das Finanzamt als „Beklagte“ bezeichnet. Die Bezeichnungen sind jedoch irreführend. Tatsächlich ist es der Staat, der eine Auseinandersetzung provoziert!

Steuerstreit ist ein Instrument zur Herstellung von Steuergerechtigkeit

Ein Steuerstreit beginnt meist mit dem Erlass des Steuerbescheids. In der Praxis am häufigsten sind dabei Fälle, in denen das Finanzamt Zahlungen fordert, deren Anspruch für den Steuerpflichtigen nicht nachvollziehbar und daher strittig sind. Das kann unbeabsichtigt geschehen, weil das Finanzamt einen Teil des Sachverhalts übersieht oder diesen nicht erkennen konnte. Es kommen allerdings auch falsche Bewertungen von Sachverhalten sowie fehlerhafte Auslegungen von Steuernormen vor.

Der Steuerstreit öffnet in beiden Fällen die Türen für Argumente, die das Finanzamt bei der Festsetzung der Steuern bisher nicht oder falsch berücksichtigte. Damit dient der Steuerstreit dem Recht, denn er bezweckt nichts anderes als das Erreichen von Steuergerechtigkeit. Häufig ist es erst die Auseinandersetzung, die eine richtige Entscheidung ermöglicht.

Hilfe im Steuerstreit durch Ihren Rechtsanwalt für Steuerrecht in Berlin

Wer in einem Steuerstreit mit den Finanzbehörden (Finanzamt, Zoll) oder den Finanzgerichten gute Argumente für sich in Stellung bringen möchte, muss sich auf die dazu erlassenen Verfahrensnormen berufen. Dazu gehören vor allem die Abgabenordnung (AO) und die Finanzgerichtsordnung (FGO). Aber auch die Betriebsprüfungsordnung (BpO) gehört im weitesten Sinne dazu, denn häufig entsteht eine Konfliktsituation mit den Finanzbehörden erst aus einer Betriebsprüfung/Außenprüfung.

Für den juristischen Laien sind all diese Verordnungen weder leicht zu verstehen noch in ihrer Breite gänzlich zu überblicken. Als Rechtsanwalt für Steuerrecht führe ich Sie sicher durch diesen „Paragraphendschungel“. Im Zentrum meiner Tätigkeit als Steueranwalt stehen die Normen des steuerlichen Verfahrensrechts. Während Steuerberater (mit denen ich gerne zusammenarbeite) sich vornehmlich den Möglichkeiten des materiellen Steuerrechts bedienen, beeinflusse ich als Rechtsanwalt für Steuerrecht die Art und Höhe des Steueranspruchs vornehmlich mit den Mitteln des Verfahrensrechts.

Meine Leistungen in Steuerstreitfällen

Ich unterstütze Sie bei der Abwehr von unberechtigten Steuerforderungen und setze Ihre Rechte durch. Ich vertrete Sie engagiert in Berlin, Brandenburg und bundesweit. Meine Leistungen in der Übersicht:

Nähere Informationen zu einzelnen Aspekten meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt für Steuerrecht finden Sie meinen Internetseiten. In meinem Blog berichte ich zudem in unregelmäßigen Abständen über relevante Urteile zum steuerlichen Verfahrensrecht und zum Steuerstreit und gebe Hinweise sowie Verhaltensanregungen.

seo-nerd 8 Mai 2017